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Warum liegen die meisten ariden und semi-ariden Gebiete weltweit zwischen dem 20. nördlichen Breitengrad und dem 40. Breitengrad Süd?

Die Verteilung arider und semiarider Umgebungen auf der ganzen Welt wird von mehreren geografischen und atmosphärischen Faktoren beeinflusst, die Konzentration zwischen dem 20. und 40. Grad südlichen Breitengrad hängt jedoch hauptsächlich mit den globalen atmosphärischen Zirkulationsmustern zusammen.

1. Hadley-Zellzirkulation :Die Erdatmosphäre zirkuliert in großen Konvektionszellen, den sogenannten Hadley-Zellen. Diese Zellen zeichnen sich durch aufsteigende Luft am Äquator, polwärts gerichtete Luftbewegung in größeren Höhen, absteigende Luft bei etwa 30 Grad Breite (subtropische Regionen) und einen Rückluftstrom zum Äquator in Oberflächennähe aus.

2. Subtropische Wüsten: Wenn die Luft in subtropischen Regionen absinkt, erwärmt sie sich durch Kompression und verliert Feuchtigkeit, was zur Bildung von Hochdruckwettersystemen führt, die als subtropische Höhen oder subtropische Rücken bekannt sind. In diesen Regionen herrscht klarer Himmel und wenig Niederschlag. Diese sinkende Luft schafft stabile atmosphärische Bedingungen, die die Wolkenbildung unterdrücken und zu trockenen und wüstenähnlichen Bedingungen führen.

3. Regenschatteneffekte :Der Regenschatteneffekt tritt auf der Leeseite von Gebirgszügen auf, wo vorherrschende Winde den größten Teil ihrer Feuchtigkeit bereits auf der Luvseite abgegeben haben. Die absteigende Luft auf der Leeseite erwärmt und trocknet weiter, was zu geringeren Niederschlägen führt. Dieser Effekt trägt zur Trockenheit in Regionen bei, die auf der Regenschattenseite großer Gebirgsketten liegen.

4. Pferde-Breitengrade: Die subtropischen Breiten zwischen dem 20. und 40. Breitengrad werden oft als „Pferdebreiten“ bezeichnet. Dieser Begriff ist historisch mit der Zeit der Segelschiffe verbunden, als Segelschiffe in diesen Breiten häufig auf ruhige Winde und Strömungen trafen, was manchmal zu langen Verzögerungen oder sogar zum Stranden der Schiffe führte.

5. Globale Windmuster: Die großräumigen atmosphärischen Zirkulationsmuster, einschließlich der Passatwinde, Westwinde und Polarfront-Jetstreams, interagieren und verstärken die Trockenheit in bestimmten Regionen. Beispielsweise tragen die absteigenden Luftmassen der Hadley-Zellen in den Subtropen zur Entstehung von Passatwinden bei, die die Trockenheit dieser Regionen zusätzlich verstärken.

6. Einfluss von Meeresströmungen: In manchen Fällen kann die Trockenheit auch durch kalte Meeresströmungen beeinflusst werden. Beispielsweise erzeugt der Humboltstrom entlang der Westküste Südamerikas kalte Küstengewässer, die die darüber liegende Luft kühlen, die Verdunstung verringern und zu trockenen Bedingungen in den Küstenregionen führen.

Es ist wichtig zu beachten, dass sich die meisten ariden und semiariden Gebiete der Welt zwar zwischen dem 20. nördlichen und 40. südlichen Breitengrad befinden, es jedoch aufgrund lokaler geografischer und klimatischer Faktoren mehrere Ausnahmen gibt. Auch in Polar- und Hochgebirgsregionen kann es aufgrund des Einflusses von Regenschatten, kalten Temperaturen und kontinentalen Luftmassen zu trockenen Bedingungen kommen.

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